Umstieg von DHL Versenden 3.0 auf 4.0 — Sicher updaten für JTL-Wawi
DHL schaltet die alte GKV-v3-Schnittstelle zum 31.05.2026 ab. Ohne Umstellung auf DHL Versenden 4.0 können ab Juni keine Versandlabels mehr erstellt werden. Wir erklären, was JTL-Wawi-Nutzer jetzt tun müssen und wie das Update reibungslos gelingt.
Was ändert sich ab dem 01.06.2026?
DHL schaltet die alte SOAP-Schnittstelle GKV v3 (DHL Versenden 3.0) zum 31. Mai 2026 endgültig ab. Betroffen sind alle Geschäftskunden, die über eine veraltete API-Integration Versandlabels erstellen — also auch alle JTL-Wawi-Nutzer, die bislang nicht auf die neue Schnittstelle umgestellt haben.
Was konkret passiert, wenn Sie nichts unternehmen: Ab dem 01. Juni 2026 können über DHL Versenden 3.0 keine Versandlabels mehr erzeugt werden. Der Versandprozess in JTL-Wawi bricht dann vollständig ein — kein Label, keine Sendungsnummer, kein Versand.
DHL setzt künftig auf die REST-API „DHL Paket DE Versenden V2", die unter dem Namen DHL Versenden 4.0 in JTL integriert ist. Die Umstellung ist kein optionales Feature-Update, sondern eine notwendige technische Voraussetzung für den weiteren Betrieb.
Vorteile der neuen DHL REST-API
Die neue Schnittstelle ist nicht nur ein Pflicht-Update — sie bringt auch echte Verbesserungen für den täglichen Versandprozess:
- Höhere Geschwindigkeit: REST-APIs antworten schneller als die alte SOAP-Schnittstelle, was sich besonders bei hohem Labelvolumen bemerkbar macht.
- Mehr Stabilität: Die neue Infrastruktur ist moderner ausgelegt und weniger anfällig für Timeouts bei Lastspitzen.
- Bessere Sicherheit durch OAuth 2.0: Statt Benutzername und Passwort im Klartext verwendet die neue API ein Token-basiertes Authentifizierungsverfahren (OAuth 2.0) — ein deutlicher Sicherheitsgewinn gegenüber dem alten Verfahren.
- Verbesserte Funktionen: DHL Versenden 4.0 unterstützt sowohl nationalen als auch internationalen Versand mit erweitertem Funktionsumfang.
Voraussetzung: JTL-Wawi 1.11
Ältere JTL-Wawi-Versionen unterstützen DHL Versenden 4.0 nicht. Für die neue DHL-Schnittstelle wird mindestens JTL-Wawi 1.11 benötigt. Das Stable Release ist seit dem 15. Oktober 2025 verfügbar.
Das bedeutet: Wer noch auf einer älteren Wawi-Version arbeitet, muss zunächst das Wawi-Update durchführen, bevor DHL Versenden 4.0 eingerichtet werden kann. Und wer diesen Schritt hinauszögert, riskiert ab dem 01.06.2026 einen kompletten Stillstand im Versandprozess.
Empfehlung: Die Umstellung jetzt aktiv planen — nicht erst im Mai.
Schritt 1 — JTL-Wawi auf 1.11 updaten
Bevor das Update eingespielt wird, sollten folgende Punkte erledigt sein:
- Datensicherung: Vollständiges Backup der Wawi-Datenbank erstellen — sowohl lokal als auch extern ablegen.
- Testumgebung nutzen: Das Update zunächst in einer Testinstallation einspielen und kritische Workflows (Auftragsbearbeitung, Versand, Workflows/Aktionen) prüfen.
- Plugins und Erweiterungen prüfen: Sicherstellen, dass verwendete JTL-Plugins und Erweiterungen mit Version 1.11 kompatibel sind.
Erst nach erfolgreichem Test das Update auf das produktive System einspielen.
Schritt 2 — DHL Versenden 4.0 in JTL-ShippingLabels einrichten
Nach dem Update auf JTL-Wawi 1.11 wird DHL Versenden 4.0 über JTL-ShippingLabels eingerichtet. JTL stellt dafür eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung im JTL-Guide bereit:
JTL-Guide: Umstieg von DHL Versenden 3.0 auf DHL Versenden 4.0 →
Die Einrichtung umfasst im Wesentlichen:
- DHL Developer Portal aufrufen und API-Zugangsdaten (Client ID + Secret) erstellen
- In JTL-ShippingLabels einen neuen Versanddienstleister „DHL Versenden 4.0" anlegen
- OAuth-2.0-Credentials hinterlegen und Verbindung testen
- Versandprodukte und Zusatzleistungen konfigurieren
- Einen Test-Label erstellen und die Übertragung prüfen
Unterstützung durch JTL-Experten
Als JTL-Experten mit mehr als fünf Jahren Erfahrung begleiten wir Sie beim Update auf JTL-Wawi 1.11 und bei der Einrichtung von DHL Versenden 4.0 — von der Datensicherung über den Test bis zur produktiven Umstellung.
Ziel ist ein reibungsloser Versandprozess ohne Unterbrechung: kein Labelausfall, keine manuellen Workarounds, keine stressige Last-Minute-Aktion kurz vor dem 31. Mai.
Frühzeitige Planung ist hier kein Luxus — sie ist der entscheidende Faktor dafür, ob Sie die Abschaltung bemerken oder nicht.
Sie möchten die Umstellung professionell begleitet wissen? Sprechen Sie uns an — wir schauen uns Ihre aktuelle Wawi-Version an und planen das Update gemeinsam mit Ihnen.